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Meister Eckhart: Predigt 18 (DW I)

Enthalten in:Strasbourg, Bibliothèque nationale et universitaire. Ms 2795 (olim L germ. 662)
[Mystische Sammelhandschrift (Meister Eckhart u. a.)]
lfd. Nr.:80
Zählung lt. Katalog:80
Foliierung:287v-290v
Verfasser:Meister Eckhart
Bezeichnung/Überschrift:Predigt 18 (DW I)
Incipit:Vff den XVI sonntag.
Adolescens tibi dico surge.
Vnser herre gieng zwo einer stat die hieß naym...
Explicit:... Das wir also in dem ewigen worte wider sprechent werden des helf vns got.
Texttyp:Predigt
Anlass:T 57
Thema/Regest:Der Aufbau der Predigt folgt den Elementen des Leitzitats, wobei Eckhart als entscheidendes Interpretament den Begriff der "Gleichheit" in die Paraphrase des Schrifttexts einführt und die allegorische Deutung des Texts unmittelbar auf die Seele bezieht. Die Stadt, in die Jesus einzieht, ist die Seele, in der Gott ruht, wenn sie ihm gleich ist, denn die Gleichheit ist der Weg, der von der Kreatur zu Gott zurückführt. Diesem Gedanken gelten die erläuternden Ausführungen Eckharts. Je näher etwas Gott ist, desto gleicher ist es ihm. Im Prozess der Angleichung führt der Weg über das Gutsein zur Einheit, über den Hl. Geist und den Sohn schließlich zum Sein im Vater zurück. Es ist dieser Prozess der Rückkehr, den die folgende allegorische Deutung des Namens Naim und weiterer Elemente des Schrifttextes erläutert. Dem Begehren der Seele nach der Einung antwortet das "ewige Wort", das die Seele zum Leben erweckt. Unter dieser Perspektive hebt denn auch der Schluss der Predigt nochmals das Prinzip der Gleichheit hervor. In diesem Kerngedanken verbinden sich allegorische und litterale Deutung des Leitzitats, das heißt Lebendigwerden im geistigen und buchstäblichen Sinn unter der Prämisse der Gegenwart des "ewigen Wortes". (Largier I, S. 916f.)
Bibelstellen:Lc 7,14
Schlagworte:
  • Einheit
  • Gleichheit
Edition:Quint, J./Steer, G. (Hg.), Meister Eckhart, Die deutschen und lateinischen Werke, hg. im Auftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Abt. I: Die deutschen Werke, Stuttgart 1936ff., DW I, 18.
Literatur:
  • Davies, O., Adolescens, tibi dico: Surge, in: Steer, G./Sturlese, L. (Hg.), Lectura Eckhardi. Predigten Meister Eckharts von Fachgelehrten gelesen und gedeutet, Bd. I, Stuttgart 1998, S. 97-115.
  • Gottschall, D., "Man möchte wunder tuon mit worten" (Predigt 18). Zum Umgang Meister Eckharts mit Wörtern in seinen deutschen Predigten, in: Speer, A. / Wegener, L. (Hg.), Meister Eckhart in Erfurt, Berlin u.a. 2005, S. 427-449.
  • Hansen, M., Der Aufbau der mittelalterlichen Predigt unter besonderer Berücksichtigung der Mystiker Eckhart und Tauler, Diss. Hamburg 1972, S. 49–58.
  • Largier, N. (Hg.), Meister Eckhart, Werke, Bd. I (Deutscher Klassiker Verlag im TB 24), Frankfurt a.M. 2008, S. 916–919.
  • Theisen, J., Predigt und Gottesdienst. Liturgische Strukturen in den Predigten Meister Eckharts (EHS I, Bd. 1169), Frankfurt a. M./Bern 1990, S. 104f.
  • Zum Brunn, É./Libera, A. de, Maître Eckhart, Métaphysique du Verbe et théologie négative, Paris 1983, S. 48.
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Eingestellt am: 30. Jan 2014 13:31
Letzte Änderung: 30. Jan 2014 13:31
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